hypo-A-Newsletter 02/2020 – 20. Lübecker hoT-Workshop

Die hypoallergene orthomolekulare Therapie (hoT) zielt als Therapieform auf die Selbstregulation des Körpers durch Zuführung reiner Mikronährstoffe zur biologischen Aufwertung einer gesunden, frischen Nahrung. Ihr zugrunde liegt die Erkenntnis, dass unsere moderne Lebensweise mit Fast Food, Stress und Umweltgiften sowie die Einnahme von Medikamenten den Bedarf an Mikronährstoffen in die Höhe treiben. Eine Unterversorgung der Zelle erzeugt früher oder später gesundheitliche Probleme und behindert zudem die Wirksamkeit vieler Therapien und Arzneien.

Auf Basis dieser Erkenntnisse kamen am 07. Dezember 2019 über 100 Therapeuten zum 20. Lübecker hoT-Workshop zusammen. Wissenschaftlicher Leiter war Peter-Hansen Volkmann, Arzt für Naturheilverfahren, Allgemein- und Sportmedizin und Entwickler der hoT. Ein besonderer Gast war die dreifache deutsche Meisterin im Kickboxen Natalie Zimmermann, die seit vielen Jahren von Peter-Hansen Volkmann behandelt wird und ganz aktuell den zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft erkämpfen konnte. In familiärer Atmosphäre und bestens versorgt mit kleinen und großen Köstlichkeiten in Bio-Qualität ließen die Teilnehmer sich einen Tag lang von sieben Experten-Vorträgen begeistern. So wurde die Tagung ein großer Erfolg und diente den Gästen wie den Experten zum Wissens-Austausch und zur Intensivierung der eigenen Behandlungserfahrungen.

„Krebszellen entstehen als Mutation bei uns allen.“

Den Auftakt machte der apl. Prof. für Pharmazeutische Biologie Prof. Dr. Claus M. Passreiter. Sein Vortrag stellte die Fähigkeit von Krebspatienten zur Eigenregulation in den Mittelpunkt. „Wenn ein Patient sich aufgrund von Mangelernährung nicht eigenregulieren kann, hat das einen negativen Effekt auf sämtliche therapeutischen Maßnahmen“, so Passreiter. Leitlinien würden diesen Aspekt nicht berücksichtigen. Eine hochwertige Versorgung der Patienten mit Nährstoffen sei eine wichtige Voraussetzung für den Therapieerfolg. 

Wichtige Mikronährstoffe bei Krebs sind laut Passreiter L-Carnitin, die als Transporteur für Fettsäuren durch die Membran der Mitochondrien dienen, und Omega-3-Fettsäuren, die Gewichtsverlust verhindern und die Lebensqualität erhöhen. Vitamin C steigert die Aktivität neutrophiler Granulozyten und stimuliert natürliche Killerzellen. Coenzym Q10 moduliert die T‐Zell-Funktion, verstärkt die Immunantwort und wirkt synergistisch mit anderen Wirkstoffen. Eine Einnahme von Magnesium ist insbesondere in der Prophylaxe von großer Bedeutung. Darüber hinaus wies Passreiter auf die Bedeutung von L-Glutamin, Vitamin D, Selen und Zink hin und appellierte: „Krebszellen entstehen als Mutation bei jedem von uns. Ob sich daraus ein Tumor entwickelt, hängt davon ab, ob unser Immunsystem diese Zellen eliminieren kann. Hierbei helfen Mikronährstoffe. Häufig verzichten Patienten auf Nährstoffe, weil sie neben der Standardmedikation nicht noch mehr einnehmen wollen. Das ist ein großer Fehler!“

Lektine zerstören Tumorzellen – wenn die Regulation stimmt.

Im zweiten Teil seines Vortrags erörterte Prof. Passreiter Hintergründe zum Einsatz von Mistelextrakten in der Onkologie. Die Mistel enthält viele Inhaltsstoffe, die das Tumorwachstum dämmen und natürliche Killerzellen stimulieren. Dass sie zuletzt wegen fehlender Evidenz in die Kritik geraten war, ließ Passreiter nicht gelten und monierte Ungereimtheiten in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Es sei absurd, einerseits fehlende Evidenz zu reklamieren und andererseits die klinische Untersuchung anthroposophischer Wirkstoffe abzulehnen. Bezüglich der Wirkmechanismen wies Passreiter auf wesentliche Voraussetzungen hin: „Lektine zerstören Tumorzellen – vorausgesetzt, alles andere passt! Dazu benötigt der Körper Mikronährstoffe. Bei Kalziummangel schlägt die Misteltherapie beispielsweise nicht an!“ Im Fazit wies Passreiter nochmals darauf hin, dass viele Faktoren für das gute Zusammenwirken der zellulären Bestandteile wichtig seien.

„Laborwerte können eine Fata Morgana sein!“

Laut dem Apotheker und Heilpraktiker Dr. rer. nat. Hans-Peter Weinschenck kann der polypharmazeutische Teufelskreis mithilfe der orthomolekularen Medizin gestoppt werden. Gängige Referenzwerte würden der Situation von Alter und Erkrankung nicht gerecht. „Bei Stress, Medikamenteneinnahme oder anderen Belastungen steigt der Mikronährstoffbedarf.“ Insbesondere onkologische Patienten bräuchten Orthomolekularia.

Laut Weinschenck fokussiert sich die Onkologie zu sehr auf den Makronährstoffbedarf und vernachlässigt die Mikronährstoffe: „Dabei konnten Jatoi et al. 2005 nachweisen, dass nicht die Mikro-, sondern die Makronährstoffe den Krebs füttern. Die allermeisten Zytostatika wirken – anders als immer wieder gern behauptet – nicht über den oxidativen Stress – also schwächen Antioxidantien auch nicht die Chemotherapie!“ (1–3). „Das entspricht auch genau dem, was ich seit vielen Jahren beobachte“, so Weinschenck. Andererseits lösen Chemotherapeutika spezifischen Nährstoffmangel aus. Zu den Mikronährstoffen, die laut Weinschenck die Prognose bei Krebs verbessern, gehören L-Carnitin, Vitamin D3 (weil viele Arzneimittel zu einem verstärkten Metabolismus führen), Selen (das unter anderem eine Leukopenie, Anämie und Fatigue verbessern kann) und Vitamin C (hochdosiert oral unter anderem gegen CTX-Übelkeit). Auch mit dem Einsatz von Probiotika habe er ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Wichtig seien in all diesen Fällen die richtige Dosierung und die kombinierte Gabe synergistischer Mikronährstoffe.

Antidiabetika erzeugen Mikronährstoffdefizite.

Bei Diabetes empfiehlt Weinschenck die Einnahme von Magnesium, B-Vitaminen, Chrom und Zink, Vitamin C zur Senkung der Harnsäure und Vitamin D, das über das Mikrobiom die Blutzuckereinstellung verbessern kann. Ein Typ-2-Diabetiker leide im Normalfall schon infolge einer Polymedikation an Mikronährstoffdefiziten. Metformin hemme die Mikronährstoffaufnahme mit schwerwiegenden Folgen für die Darmflora. Und Antidiabetika aus der Gruppe der SLGT-2-Hemmer würden zu einem osmotischen Verbrauch und renalen Verlust von Mikronährstoffen führen.

Die Ursachen von Polyneuropathie sieht Weinschenck in schlecht behandeltem Diabetes, nitrosativem Stress, Umweltgiften, Fehlernährung und RX-Medikationen. Wie auch beim Diabetes plädiert Weinschenck dafür, unter Berücksichtigung von Co-Morbiditäten auch bei scheinbar normalen Laborwerten einen orthomolekularen Therapieversuch und eine Symbioselenkung bei vorliegender Darmstörung zu unternehmen. „Normale Laborwerte können eine Fata Morgana sein. Der Körper ist in der Lage, letzte Reserven dahin zu schieben, wo sie zwingend gebraucht werden, aber an anderer Stelle kann es längst kneifen.“ 

„Die Therapie einer CMD ist immer ein ganzheitlicher Ansatz.“

Im Anschluss stellte der Zahnarzt und Vorstandsmitglied der Landeszahnärztekammer Hessen Prof. Dr. med. dent. Olaf Winzen seinen ganzheitlichen Behandlungsansatz bei Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) vor. Seiner Erfahrung nach lernen viele Ärzte nicht mehr, den Körper und den Menschen zu deuten. Es sei essentiell, an den Ursachen und nicht an den Symptomen einer CMD zu arbeiten. Der Mensch sei über die Struktur seines Mikrobioms niemals statisch, sondern immer in Bewegung – und müsse deshalb ganzheitlich betrachtet werden. Die digitale Verfahrenskette gehöre ans Ende und nicht an den Anfang aller Untersuchungen.

Unter hoT verkürzt sich die Therapiedauer einer CMD maßgeblich.

Bei den meisten Patienten ist der M. pterygoideus lateralis gestört. Das effizienteste Mittel, diesen zu entspannen, ist laut Winzen ein Frontzahn-Jig. 75 Prozent der CMD-Patienten, die ihre Ernährung umstellen und regelmäßig den Jig anwenden, sind nach kurzer Zeit beschwerdefrei und benötigen keine zahnärztliche Therapie mehr. Unter der hoT verkürzt sich die Therapiedauer laut Winzen maßgeblich. Er empfiehlt seinen Patienten begleitend zur Behandlung B-Vitamine, Coenzym Q10, die Vitaminkombination ADEK und die Mikronährstoffkombination Magnesium-Calcium.

Im Fazit sagte Winzen, es sei bezeichnend, dass CMD-Patienten immer jünger würden. Eine schlechte Ernährung in Kombination mit massivem Stress bereiteten chronischen Erkrankungen den Weg. Wir müssten endlich an den Ursachen vieler Krankheiten ansetzen: „Bruxismus gibt es zum Beispiel nicht, die Leitlinie ist Quatsch – wir müssen Stress reduzieren!“

„Ein Krebsfall pro Jahr auf 1 Mio. Menschen pro Schadstoff – mehr dürfen wir uns nicht leisten!“

Einen Exkurs über Schadstoffe unternahm der Umwelttoxikologe Dr. Hermann Kruse. Die Schadstoffexpositionen reichten von der Innenraumluft (Baustoff-Emissionen) über Textil-Hilfsstoffe und Trinkwasser/Lebensmittel bis hin zur Außenluft, die über Stäube, Stickstoffdioxid (NO2) und Ozon die relevanteste Gruppe darstelle. In den letzten 20 Jahren habe sich der Anteil an Feinstäuben deutlich erhöht. Dabei entstünden Schäden nicht nur, weil Teilchen selbst in die Lunge gelangen, sondern auch dadurch, dass diese Stäube andere Stoffe transportierten. Unmittelbare Folgen können Bronchitis, Husten und Asthma-Anfälle sein. Längerfristig treten morphologische Veränderungen, Entzündungen und Schädigungen der Alveolen und des Immunsystems auf. 

Zum Schutz der Bevölkerung hat Kruse Vorsorgewerte für die Exposition mit Schadstoffen in Hinblick auf das jeweils sensibelste Organ entwickelt. Dazu legt er Toleranzwerte zugrunde und wendet sie auf die Schadstoffe an. Beispiel Arsen: Der administrative Wert liegt bei 6 ng/m³. Kruse setzt dem einen Wert von 0,3 ng/m³ entgegen. Wenn dieser Wert eingehalten wird, zeichnet der Gehalt von Arsen in unserer Luft für einen zusätzlichen Krebsfall pro Jahr auf 1 Mio. Menschen verantwortlich. „Das ist mein Verständnis“, so Kruse. „Mehr können wir uns bei einem Stoff nicht leisten.“

„Depressionen, Schmerzen und Allergien sind der Schrei des Körpers nach Orthomolekularia!“

Über den Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und Mikronährstoffversorgung referierte Peter-Hansen Volkmann, der erst kürzlich sein 30-jähriges Praxis-Jubiläum begehen durfte. Die Ursachen für psychiatrische Erkrankungen reichten von Fehlernährung in Kombination mit dem Verlust der biologischen Wertigkeit unserer Nahrung über die Belastung unserer Grundsubstanz durch Wohn- und Arbeitsgifte, Feinstaub, Zahnersatzmaterialien, Transfette, Weichmacher und die Aufnahme von Mikroplastik bis hin zu Schmerz. „Wenn ein Patient ständig Schmerzen hat“, so Volkmann, „wird ihm häufig eine subdepressive Schmerzlage attestiert.“ Eine Fehldiagnose: „Die sind depressiv, weil sie ein Schmerzsyndrom haben und keine Hilfe bekommen. Die haben nicht Schmerzen, weil sie depressiv sind!“ Im Zentrum der meisten Depressionen stehe ein Mikronährstoffmangel infolge dauerhafter Belastungen von Mikrobiom und Zellen. Ist das Mikrobiom in einer Stresssituationen, wirkt das zum einen als direkte Einflussgröße, aber auch intestinal und hormonell auf Dysphorie und Burnout. „Wenn wir Stresshormone produzieren, verbrauchen wir Mikronährstoffe“, erläutert Volkmann, „und die müssen aufgefüllt werden!“ Wenn das nicht passiere, werde man depressiv.

Eine Reduktion von Depressionen unter Probiotika konnte nachgewiesen werden.

Am Beispiel von Probiotika vertiefte der Darmspezialist seinen Ansatz, depressive Erkrankungen auch mithilfe von Mikronährstoffen zu behandeln. Er verwies auf Studienergebnisse von Huang et al. [2], nach denen eine signifikante Reduktion von Depressionen unter Probiotika stattfinde. Den Patienten vor diesem Hintergrund Hilfe abzusprechen, trifft bei Volkmann auf Unverständnis. „Warum geht man nicht den Weg mit Probiotika und untersucht währenddessen weiter? Wie kann man den Menschen etwas vorenthalten, womit es ihnen besser geht?“, zeigte er sich erbost. Eine ähnliche Studienlage mit fehlender Leitlinien-Akzeptanz gibt es beispielsweise für die Vitamine A und E sowie für Zink.

Abschließend stellt Volkmann Studien zu den Auswirkungen einer orthomolekularen Darmsanierung (ODS) auf die Patienten vor. „Wenn Sie die ODS in Kombination mit einer Ernährungsumstellung auf frische Kost in Bio-Qualität konsequent umsetzen, geht es Ihnen innerhalb von drei bis vier Monaten besser. Das ist kein Hexenwerk, das ist Biochemie. Ein chronisch kranker Darm macht alle Organe krank. Deshalb muss die Pflege des Darms an erster Stelle stehen“, so Volkmanns Plädoyer.

„Triggerpunkt-Stimulation kann muskulär-fasziale Spannungen normalisieren.“

Die Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin und diplomierte Osteopathin Dr. med. Kathrin-Lisa Junike bereicherte den hoT-Workshop mit einer praktischen Einführung in die manuelle Therapie bei CMD. Anhand von Übungen verdeutlichte sie, wie man mit gezielter Triggerpunktstimulation Langzeitproblematiken in den Griff bekommen kann und direkt Linderung erfährt. Bei der manualtherapeutischen Technik nach Liebscher & Bracht werden die Alarmschmerz-Rezeptoren in der Knochenhaut gedrückt. Dadurch werden Hirnprogramme angesteuert und zurückgesetzt, so dass sich die muskulär-faszialen Spannungen normalisieren. Als Folge werden auch die Gelenkflächen und Wirbelkörper nicht mehr so stark aufeinander gepresst. Eine Engpassdehnung in Verbindung mit Pilates und Yoga sei optimal. Unterstützend nutzt Junike die orthomolekulare Medizin. Indem der Körper sich aus einer Unterversorgung befreien kann, lösen sich Spannungen, und zelluläre Abläufe werden wieder gangbar gemacht, was sich positiv auf die Beweglichkeit auswirkt und zudem Schmerzen lindert. 

„Die Mundhöhle ist ein gut zugängliches Frühwarnsystem für systemische Erkrankungen.“

Als Abschlussredner machte der Zahnarzt und Parodontologe Dr. med. dent. Heinz-Peter Olbertz deutlich, dass Krankheit nicht in erster Linie von den Keimen abhängt, sondern vom Milieu, in dem sie sich bewegen. „In der Zahnheilkunde ist zu wenig Wissen über Medizin vorhanden“, monierte Olbertz. Dabei seien die Korrelationen zwischen Zahn- und Systemerkrankungen eklatant: Schon eine Karies sei mit Diabetes mellitus, Herzkreislauferkrankungen und zerebrovaskulären Erkrankungen assoziiert. Bei der Parodontitis gebe es zusätzlich Zusammenhänge mit COPD, Demenz, Psoriasis und Lungenkrebs.

Eine gesunde Mundhöhle ist kontrolliert entzündet. Bei einer Parodontitis sei dieser Zustand außer Kontrolle geraten und habe sich chronifiziert. Olbertz empfiehlt die aktive Matrix-Metalloproteinase-8 (aMMP-8) als Indikator für Zustand und Verlauf einer parodontalen Erkrankung. Als Standardtherapie arbeitet er mit der viermonatigen bilanzierten Diät Itis-Protect® zum Diätmanagement bei Parodontitis. Besonders wichtig sind Olbertz die Omega-3-Fettsäuren, die Symbioselenkung im Dünndarm und die Regulation des Säure-Basen-Haushalts mithilfe von Magnesium-Calcium. Diese drei Supplemente empfiehlt er seinen Parodontitis-Patienten auch im Anschluss an die Behandlung. Nach Abschluss der Therapie führt er einmal pro Jahr den aMMP-8-Test und kinesiologische Testungen durch. Wenn sich dabei Auffälligkeiten ergeben, erhöht er die Dosierung oder empfiehlt zusätzlich Spurenelemente oder Coenzym Q10. „Mein größtes Problem sind die Selbstversorger. Regelmäßig kommen Patienten mit unterschiedlichen Nahrungsergänzungen“, berichtet er abschließend. „Ich mache dann immer verblindete kinesiologische Testungen, indem ich diese Produkte mit denen von hypo-A vergleiche. Die Mikronährstoffe von hypo-A sind in allen Vergleichen am verträglichsten. Dann muss ich meinen Patienten erneut erklären, warum sie genau diese Produkte einsetzen sollten, wenn sie ihre orale, aber auch die systemische Gesundheit nicht gefährden wollen.“

Fazit: Ein Appell für ein Mehr an Zeit, Qualität, Perspektiven und Eminenz

Nach einem inspirierenden und mitreißenden Tagungstag gingen alle Teilnehmer mit einem breiten Konsens nach Hause: Grundlage unserer Gesundheit ist eine verträgliche, frische und ökologische Ernährung, denn eine schlechte Ernährung in Kombination mit Stress sowie Alltags- und Umweltfaktoren ist die Ursache der meisten Erkrankungen. Mikronährstoffe ergänzen die Ernährung in vielen Situationen sinnvoll und können, richtig eingesetzt, Gesundheit und Laborwerte verbessern und den polypharmazeutischen Teufelskreis stoppen. Viele Faktoren sind für die Balance von Zellen und Mikrobiom ausschlaggebend, weswegen wir aufhören müssen, monokausal zu denken. Studien zur Wirksamkeit unterschiedlicher Substanzen müssen die Versorgung der Patienten als gemeinsame Grundlage viel intensiver berücksichtigen. Und nicht zuletzt müssen Ärzte wieder verstärkt lernen, den Körper und den Menschen zu deuten, damit sie nicht nur Symptome bearbeiten, sondern Gesundheit und Regulation ganzheitlich anstreben.

Literatur

(1)    Jatoi A et al. 2005: Exploring vitamin and mineral supplementation and purported clinical effects in patients with small cell lung cancer: Results from the Mayo Clinic lung cancer cohort. Nutr. Cancer 2005, 51, 7–122005
(2)    Jatoi A et al. 2005: Is voluntary vitamin and mineral supplementation associated with better outcome in non-small cell lung cancer patients? Results from the Mayo Clinic lung cancer cohort. Lung Cancer 2005, 49, 77–84
(3)    Gröber U: Arzneimittel und Mikronährstoffe.  4. Aufl. 2018, S. 444 ff.
(4)    Hunag et al. 2016: Effect of Probiotics on Depression: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials.

Impressionen vom 20. Lübecker hoT-Workshop

30 Jahre Naturheilpraxis, ärztliche Empathie und Behandlungsexpertise: Beim 20. Lübecker hoT-Workshop überreichte Wiebke Volkmann, Geschäftsführerin der hypo-A GmbH, ihrem Vater eine Torte zum Praxisjubiläum.

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